Du weißt, wo du mich findest
Rebecca Stead

ab 11 Jahre

cbj (28. März 2011)
240 Seiten
ISBN: 9783570139066

Ich komme, um das Leben deines Freundes zu retten. Und mein eigenes. Ich bitte dich um zwei Gefallen. Erstens: Du musst mir einen Brief schreiben. Zweitens: Ich bitte dich, diese Nachricht geheim zu halten.

Miranda ist zwölf Jahre alt und lebt mit ihrer geschiedenen Mutter allein in New York City. Die geht zur Schule und hat einen besten Freund Sal, mit dem sie täglich zusammenhängt. Als dieser ihr eines Tages plötzlich und unvermittelt die Freundschaft kündigt ist Miranda wie vor den Kopf geschlagen. Ablenkung findet sie durch die seltsamen Botschaften, die wie kleine an sie gerichtete Briefe aussehen. Doch wer ist der Verfasser und was wieso will er, daß Miranda einen Brief schreibt?

Als auch noch Gegenstände aus der Wohnung verschwinden und der Schreiber angibt einen Freund von Miranda und sich selbst retten zu wollen, ahnt sie langsam, daß es sich hier um etwas sehr Wichtiges zu handeln scheint. Sie beginnt über alles nachzudenken und merkt, daß der Verfasser der Botschaften, weiß was die Zukunft bringt. Sie muss ihren Freund retten, nur wie?!

„Du weißt wo Du mich findest“ ist ein außergewöhnliches Buch, das in einer ungewöhnlichen, wenn auch sehr interessanten Erzählweise geschrieben ist. So ist es Miranda, die ihre Geschichte in ihrer ganz eigenen, oft sprunghaften und kindlichen Art erzählt. Dabei wirkt sie sehr authentisch, denn sie ist ein ganz normales Mädchen mit ganz normalen Problemen. Sie trifft sich gern mit ihrem besten Freund und hat ein Lieblingsbuch "Die Zeitfalte" von Madeleine L'engle. Dieses Buch lässt sie über Zeitreisen nachdenken, etwas, was sehr an Bedeutung gewinnen wird.

Der Leser erfährt zuerst einmal viel über Miranda, ihr Umfeld etc. Anfangs ist es etwas verwirrend für den Leser, da er nicht weiß von was oder wem Miranda da spricht. So spricht sie den mysteriösen Verfasser stets vertraulich mit „Du“ an. Erst gegen Ende des Buches wird klar, daß es sich um jemanden handelt, der Miranda das ganze Buch durch begleitet hat und von dem man nicht geahnt hätte, das er der Verfasser ist. Auch wenn man durch viele kleine Ereignisse schon eine Ahnung haben mag, so dürfte man doch am Ende überrascht sein, welcher Zusammenhang sich mit vielen Geschehnissen auftut.

Das Buch ist zwar einfach und leicht zu lesen, aber die Geschichte dahinter ist keine Einfache. Sie macht nachdenklich und stellt den Leser unweigerlich vor die Frage, was wäre, wenn so etwas tatsächlich möglich wäre. Auch die Frage nach dem Sinn des Lebens musste ich mir nach dem Buch stellen, daran kam ich nicht vorbei.

Was allerdings die Altersfrage angeht, so frage ich mich, ob ein Jugendlicher Leser von elf Jahren, dieses Buch wirklich wird zu Ende lesen wollen, da es doch des öfteren sehr vom  eigentlichen Thema abweicht und auf seine ganz eigene Art spannend ist. Es ist weder das atemberaubende oder äußerst spannende Buch, wie es auf dem Buchrücken angepriesen wird. Vielmehr ist ein Buch voller Ereignisse, erzählt auf eine sehr kindliche, aber dennoch mitreißende Art.

Das Cover zeigt ein paar Mädchenbeine in karierten Strümpfen und roten Lackschuhen. Davor ein gefalteter Papierfrosch, der auf dem bemalten Holzfußboden hockt.  Ein gelungenes und wie ich finde sehr passendes Buchcover, verrät es doch nur wenig über den Inhalt und wirkt ebenso wie die Geschichte anders als sonstige Jugendbuchcover.

 

 

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