Wolfstochter
Angela Waidmann

ab 12 Jahre 


rororo, rororo rotfuchs
Taschenbuch, 176 S.
02.08.2010
7,95 €
ISBN 978-3-499-21549-0


Lioba hat seit einiger Zeit merkwürdige Träume: Sie streicht nachts durch den Wald und kann übernatürlich gut hören und wittern. Bei einem Ausritt mit ihrer besten Freundin Wiebke nimmt sie plötzlich sehr intensiv den Geruch von Blut wahr – und ein paar Meter hinter der nächsten Weggabelung liegt ein verletzter Mountainbiker. Allerdings hat er nur leichte Schürfwunden. Für Lioba ist all das sehr irritierend. Was ist nur mit ihr los? Dann ist plötzlich Wiebke spurlos verschwunden. Und Lioba weiß mit einem Mal, dass nur sie mit ihren besonderen Fähigkeiten der Freundin helfen kann . . .

Lioba lebt mir ihrer Mutter im Spessart, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Über ihren Vater weiß sie nur, daß er Kanadier war und noch vor ihrer Geburt verschwand. Sie liebt die Natur, mag Pferde und ist unternimmt viel mit ihrer besten Freundin Wiebke. Ein ganz normales Mädchen also? Eines Nachts hat Lioba einen Traum, sie streift als Wolf durch den Wald. Dieser Traum kehrt immer und immer wieder. Und als sie eines Tages feststellt, daß dicke Pfotenspuren auf ihrem Fensterrahmen sind und sie einen Kratzer hat, genau an der Stelle, an der sich der Wolf des Nachts verletzt hat, ahnt sie, daß sie ganz und gar nicht normal ist. 

Das Buch Wolfstochter ist ein wirklich schönes Jugendbuch. Mit viel Fantasie schreibt Angela Waidmann eine Geschichte über ein Mädchen, daß sie des Nachts in einen Werwolf verwandelt und feststellt, daß es gar nicht so übel ist. Der gewählte Schreibstil ist sehr einfach gehalten und flüssig, ideal für junge Leser. Das Buch lässt sich schnell in einem Rutsch lesen und beinhaltet so einige überraschende Aspekte und Wendungen. 

Allerdings habe ich auch ein großes Manko festgestellt, die Geschichte ist für mich einfach zu schnell abgehandelt worden. Ich hätte mir viel mehr Details und etwas mehr Ausführungen gewünscht. Gerne hätte ich mehr erfahren über Lioba´s Fähigkeiten als Wolf und auch mehr über ihre Ängste und die ganzen Ereignisse wie z.B. die Verwandlung. 

Mit 174 Seiten ist mir die Geschichte zu geballt, es passieren so viele Sachen in dem Buch, daß es genauerer Ausführungen bedurft hätte und das Buch hätte doppelt so viele Seiten haben können. Dennoch die Geschichte an sich gefällt mir wirklich gut. Die Autorin hat ein kurze und fantasiereiche Geschichte geschaffen, die vielen Jugendlichen gefallen könnte.

Das Cover des Buches passt gut zu der Geschichte. Auch wenn, wie man durch das Bild vielleicht denken könnte, Lioba kein böser Wolf ist. 

Ich danke Rowohlt für die Bereitsstellung dieses Rezensionsexemplares!

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