************************************************

PEEPS
Die letzen Tage
Scott Westerfeld

Ab 12 Jahre


Franckh Kosmos Verlag
Erschienen: Februar 2009
ISBN: 3440115526

Buchrückentext: Wir spielten das Stück bis zum Ende durch und hofften, dass uns jemand hörte. Als wir am Schluss angekommen waren, brandete kein Applaus auf, kein einziger, aufmunternder Ruf. Es war niemand gekommen. Dann gingen die Lichter aus, und ich blickte in die Richtung, in der das Publikum hätte sein sollen. Eine Galaxie aus Augen erwiderte meinen Blick. Nachtsichtaugen. Peeps. Sie starrten uns an, gebannt, untot. Sie alle hatte die Seuche voll erwischt. Ihre Fingernägel waren lang und glänzten schwarz, als ob sie sich die Panzer von toten Käfern aufgeklebt hätten. Sie standen zu Hunderten dort. Reglos. Die Überlebenden waren nicht zu uns gekommen. Aber die Vampire.

Als ich das Buch anfing zu lesen, wusste ich nicht, dass es sich hier um den zweiten Teil von Peeps handelt. Doch auch ohne den ersten Teil zu kennen, kam ich gut in das Buch rein und konnte im Verlauf auch herausfinden, was es mit den Peeps auf sich hat. Doch das möchte ich nicht so direkt verraten, nur dass es infizierte Menschen sind, die sich von Blut ernähren... Menschenblut.

Zur Geschichte: Der junge Gitarrist Moz und sein Freund Zahler sind Freunde und Bandkollegen, die seit Jahren zusammen üben und immer wieder die gleichen Gitarrenriffs spielen. Doch sie treten auf der Stelle und merken bald, dass sie für eine richtige Band mehr als zwei Mitglieder brauchen. Als Moz eines Nachts durch einen Zufall Pearl kennen lernt, nehmen die Dinge ihren Lauf und schon bald erfüllt sich der Traum der beiden Jungs und sie werden zusammen mit drei anderen Jugendlichen eine richtige Band. Pearl´s Freundin Minerva die Pearl als Sängerin engagiert ist jedoch alles andere als einfach. Ihre Gesänge ähneln keinen normalen Texten, die Sätze sind wie aus einer anderen Welt und schon bald merkt Zahler, der mittlerweile zum Bassisten herabgestuft wurde, dass nicht nur Minerva seltsam ist, sondern auch, das Moz sich auf ganz unheimliche Art und Weise verändert.

Auch die Stadt wird zusehends menschenleerer, den viele Familien nehmen reißaus und versuchen sich in Sicherheit zu bringen, damit sie nicht infiziert werden. Doch was hat es mit dem vielen Müll, den Ratten und dem merkwürdigen schwarzem Wasser auf sich? Im Laufe der Geschichte klären sich die Fragen und man lernt eine vom Autor ganz neu geschaffene Vampirart kennen, die alles andere als liebreizend und nett sind, aber dennoch nicht weniger faszinierend als ihre Vorgänger.

Die Geschichte wird abwechselnd auf der Sicht der fünf Bandmitgliedern in der jeweiligen Ich-Perspektive erzählt. Dadurch lernt man nach und nach die einzelnen Charaktere gut kennen und erfährt viel aus deren Gefühls-/Gedankenwelt. Besonders interessant fand ich hier die Person der Drummerin Alana Ray, die mit ihrer besonderen Krankheit, über besondere Vorahnungen und Begabungen verfügt.

Dieser jugendlich gehaltene Vampirroman hat so gar nichts mit irgendwelchen anderen Jugendbücher über die Blutsauger zu tun. Mit den „Peeps“ hat der Autor eine ganz neue Art geschaffen und eine ganz spannenden und leicht düsterne Geschichte erschaffen, bei der sowohl Jugendliche als auch junge Erwachsene auf ihre Kosten kommen dürften.

Die Spannung hält sich über die ganze Länge des Buches aufrecht, da sich beim Lesen immer wieder neue interessante Fragen auftun, die aber alle im Laufe des Buches beantwortet werden. Einzig das Ende des Buches hat mich nicht überzeugt, da es mir zu offengelassen wurde.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren