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Survive the night
Danielle Vega


Ab 14 Jahre


Gulliver Verlag
Erschienen: Juli 2016
ISBN: 3407747314


Casey kommt gerade frisch aus der Klinik. Sie hat einen  Drogenentzug hinter sich. Sie hat es satt, dass alle sie anstarren und denken, dass sie vielleicht gleich wieder was Schlimmes tun könnte und so fühlt sie sich auch nicht wohl, als sie auf der Pyjamaparty ihrer ehemaligen Clique auftaucht. Darum ist sie auch sofort dabei als Shana und ihre beiden Freundinnen sie dort abholen und mitnehmen. Dabei war es Shana, die sie erst dazu brachte Drogen zu nehmen, aber das nimmt Casey in Kauf, denn trotz dieser Tatsache war Shana immer für sie da und mit ihr hat man immer Spaß. Und so machen sie sich auf zu einer der berüchtigten "Survive the night"-Parties. Diese Party findet in einem stillgelegten U-Bahnschacht statt, mitten in New York. Was als ausgeflippte Party anfängt wird zu einem Horrortrip für Casey und ihre Freunde. Denn etwas lauert in den Tunnelnschächten und macht Jagd auf sie ... gnadenlos, tödlich ... und der ehemlige Eingang ist versperrt. Die Suche nach einem Ausgang beginnt ... ein Wettlauf auf Leben und Tod ...


Was sich als sehr spannender, sozialkritischer Jugendroman anliest wird im Verlaufe des Buches eher zu einem brutalen Horrortrip mit einer teilweise auch bizarren (und auch wenig nachvollziehbaren) Gedanken- und Handlungsweise von Casey, der Protagonistin. Diese ist in meinen Augen eine recht Ich-bezogene Person, die trotz der ständig schwindenden Zahl ihrer Freunde (diese werden nämlich reihenweise abgeschlachtet) wenig Gedanken über deren Tod macht. Ihre Sorge gilt eher ihrem Ex-Freund Sam und der Hoffnung, auf ein Wiederzusammenkommen.


Die Autorin hat sich wohl gedacht, ich nehme ein paar Problemjugendliche, eine schreckliche Kreatur in den Tunnel Londons und lass beides aufeinander los. Zack ... toller Jugend-Horrorschocker. Nun ja. Ich muss sagen, dem Buch fehlt es an einigen Ecken und Enden. Denn es ist schlichtweg wenig nachvollziehbar. Casey kommt aus der Klinik, will sich eigentlich bessern und geht dann sofort wieder mit der Person mit, die sie in den Drogensumpf brachte, zudem macht sie jeden Scheiß mit und verzieht Shana so ziemlich jeden Mist etc.

Casey ist eine Protagonistin, die sehr blauäugig und auch recht naiv daherkommt. Shana wird ebenfalls gut beschrieben, während die meisten anderen Charaktere eher schwach beleuchtet werden. Was als ganz interessanter und auch spannender Roman beginnt wird ziemlich vorhersehbar, brutal und sehr schwach in der Handlung.

Die Spannung und auch Beschreibung des Grauens sind nicht gut ausgearbeitet. Man liest zwar die grausamen Details, aber die Angst der Jugendlichen kam beim Lesen so gar nicht rüber. Es ist eher nervend, dass Casey sich fast ständig nur Gedanken um ihren Sam zu machen scheint.


Für mich war das Buch wenig lesenswert, denn ich fühlte mich nach den ersten Opfern irgendwie gelangweilt. Ich hätte mir mehr Tiefgang und bessere Situationsbeschreibungen gewünscht. Leider ist das Buch für mich somit nicht empfehlenswert!

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