Trilogie von James Patterson

MAXIMUM RIDE

Band 1: Das Experiment Angel

Band 2: Das Wolfsgen

Band 3: Rettet die Welt!

ab 14 Jahre

Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch) Juli bis Nov. 2011
ISBN Bd. 1: 3843200165, Bd. 2: 3843200424, Bd. 3: 384321008X

Max, ein 14 jähriges Mädchen und ihr Schwarm sind die Endergebnisse eines grausamen Experimentes, welche skrupellose Wissenschaftler in geheimen Laboren mit Embryos und Tier-DNA durchführen. Sie sind neben einer weiteren Spezies, welche aber nur eine kurze Lebensdauer haben, die einzigen Überlebensfähigen. Würde man die Truppe angekleidet sehen, könnte man meinen es wären ganz normale Kinder und Jugendliche, nicht so, wenn sie ihr wahres Ich zeigen, denn der Grund, warum die Sechs sich der Schwarm nennen, sind „Flügel“.

Ja, Ihr lest richtig, Max, Nudge, Iggy, Fang, Gasman und Angel haben etwas, was andere Kinder nicht haben. Echte Flügel!

Als Embryos wurde ihre DNA mit zwei Prozent Vogel-DNA gekreuzt. Das Experiment glückte zwar, aber nun ist der Schwarm auf der Flucht vor den Weißkitteln, welche grausame Experimente und Versuche mit Ihnen machten. Sie kommen nicht zur Ruhe und auch wenn Sie am liebsten ein normales Leben führen würden, sie  können es nicht, denn egal wohin sie gehen, oder was sie tun, sie werden niemals sicher sein. Die Weißkittel haben Max aus einem ganz besonderen Grund geschafften: Sie ist zu Höherem bestimmt, denn sie allein ist es, die die Welt retten soll ... Wird sie es schaffen? Und was wird aus dem Schwarm?

Mit MAXIMUM RIDE hat James Patterson eine Trilogie geschaffen, welche zwar sehr kindlich daherkommt, wenn man sich aber auf die Geschichte einlässt und einfach nur liest, dennoch spannend ist. Bereits seine Bücher „Der Tag an dem Wind Dich trägt“ und „Das Ikarus-Gen“ handelten von geflügelten Kindern, und dennoch haben diese Bücher nichts mit MAXIMUM RIDE zu tun, so sagt es zumindest der Autor.  

Meine Meinung dazu: Da ich auch diese vorherigen Bücher gelesen hatte und sie mich wirklich überzeugt hatten, war ich nun sehr gespannt wie die Trilogie wohl sein würde. Ich muss sagen, ich fand viele Parallelen und kam schließlich zu dem Schluss, nachdem ich nochmals im „alten Buch“ nachgelesen habe, dass es hier eine ganz ähnliche Geschichte ist. Dennoch, die Trilogie finde trotzdem relativ gelungen und kann sie jedem Fan von fantastischen und spannenden Kinder-/ Jugendgeschichten doch empfehlen. Voraussetzung allerdings wäre, stellt Euch darauf ein, dass es ein sehr jugendliches Buch ist. Und es wäre gut, wenn Ihr die vorher genannten Bücher noch nicht gelesen hättet.

Zum Schreibstil/Inhalt: Patterson versteht es, eine leichte, manchmal auch etwas seichte Spannung durch alle drei Teile zu halten, in dem er geschickt immer wieder brenzlige Situationen, bizarre Ereignisse und neue Wendungen einfließen lässt. So wird es einem als Leser nicht wirklich langweilig und man ist gespannt, was wohl als Nächstes passieren wird.

Da die Bücher zum Großteil aus der Sicht von Max geschrieben sind, kann man sich als Leser gut in das Mädchen hineinversetzen und kommt nach kurzer Eingewöhnungsphase schnell in die Geschichte rein. Der jugendliche Schreibstil ist gewollt und auch, dass man als Leser oft direkt angesprochen wird, passt wie finde zum Charakter der Protagonistin. Patterson hält auch nicht mit Max Gedanken vor dem Berg, so erfährt man als Leser fast permanent, welche Gedanken sich Max über die jeweilige Situation macht. Am Anfang war es etwas befremdlich, aber nach längerem Lesen muss ich sagen, half es mir enorm, mich in Max und die Gruppe reinzufühlen.

Leider hat Patterson aber eines vergessen, er gibt nur sehr vage Beschreibungen der Gruppen ab, so werden dass Aussehen der Sechs nur recht oberflächlich und kurz beschrieben. Hier hätte man noch mehr ins Detail gehen können und auch sollen. An machen Stellen hätte auch etwas mehr „Realität“ gut getan, denn der Autor macht es seinem Schwarm manchmal doch etwas einfach zu entkommen. Aber gut, die Geschichte bleibt dennoch recht interssant.

Zur Protagonistin: Für den Schwarm ist Max, der Mutterersatz und die Leitperson in einem. Sie verlassen sich voll auf sie und Max meistert diese Rolle auch wirklich gut. Ich finde allerdings,  bedenkt man, dass sie erst 14 Jahre alt sein soll, macht sie das Ganze sogar ein bisschen zu gut. Aber okay! Sie hat schreckliche Dinge erlebt und versucht nun Ihren Schwarm zu beschützen und das Überleben aller Sechs zu sichern. Dabei ist Fang ihre eine große Hilfe, denn er ist es, der sich als Max Stütze und heimliche Liebe herauskristallisiert. Es kommt also auch noch ein klein wenig Romantik vor, aber nur ganzzz wenig.

Da ich nicht zu viel über die Geschichte verraten will, spare ich die Gegenseite also die Bösen (Weißkittel und Eraser) an dieser Stelle aus, wer wissen will, was es mit denen auf sich hat, warum ausgerechnet Max die Welt retten soll und was die bösen Wissenschaftler vor haben, der sollte die Bücher selbst lesen.

Ich kann sie jedenfalls als nette Lektüre für zwischendurch gut empfehlen! Bei zehn Punkten würde ich eine fünf geben, also guter Durchschnitt. Man hätte sicher noch viel mehr aus dieser doch sehr guten/spannenden Grundidee rausholen können finde ich. Dennoch sage ich: lesenswert!

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren