MONDSCHEIN
Das dunkle Volk
Yasemine Galenorn

Ab 14 Jahre

Verlag: Knaur Taschenbuch
Erschienen Juni 2012
ISBN: 3426511150

Buchrückentext:
Als die junge Hexe Cicely Waters nach langer Zeit in ihre Heimatstadt New Forest zurückkehrt, erwarten sie Zerstörung und Chaos: Immer mehr der magischen Bewohner fallen einer geheimnisvollen, finsteren Macht zum Opfer.
Auch ihre Jugendliebe, den Feenprinz Grieve, findet Cicely seltsam verändert vor. Ist auch er in den Bann dunkler Mächte geraten? Cicely ahnt, dass ihr nur wenig Zeit bleiben wird, um den Ursprung der tödlichen Gefahr ausfindig zu machen und so New Forest zu retten – und das Leben des Mannes, für den sie noch immer Gefühle hegt …

Meinung:
Der erste Band der „Das dunkle Volk“-Reihe beginnt sehr düster, nämlich mit der Erklärung, wie Myst, die Königin des Indigo-Hofes eigentlich entstanden ist. Dies geschieht vor dem eigentlichen Beginn der Geschichte rund um Cicely und man ahnt als Leser sofort, dass es sich hier um eine sehr spannende Story handeln muss. Das ist aber auch so ziemlich die einzige, befriedigende Erkärung zu einer Figur, die Galenorn abgibt.

Die Protagonistin Cicely, ist eine junge und wie ich finde recht unwissende Hexe. Sie kehrt nach dem Tod ihrer Mutter in ihre Heimatstadt zurück, um an die Stelle der ehemaligen Anführerin des Hexenclans zu treten, denn diese verschwandt und wurde kurze Zeit später tot aufgefunden. Cicely lebte vorher mit ihrer Mutter, die mit den magischen Fähigkeiten nichts zu tun haben wollte und diese verleugnete, die meiste Zeit auf der Strasse und hat nicht somit nicht wirklich viel Ahnung vom hexen. Als Cicelys Tante und Cousine in Schwierigkeiten stecken macht sie sich auf den Weg, um ihnen zu helfen.

Dort angekommen stellt sie fest, dass immer mehr magische Wesen verschwinden und andere total verändert scheinen. Sie ahnt, dass hier was Böses seine Schwingen ausgebreitet haben muss. Mit Hilfe ihrer Freunde und ihrem Windelement Ulean versucht Cicely das Rätsel um die Vampirfeen zu lösen und Myst, die Anführerin und Königin des Indigo-Hofes zu finden und aufzuhalten.

„Der Indigo-Hof hat sich erhoben, die Jagd begonnen. Bebt, meine Feinde, bebt vor Verlangen, und lasst Furcht in Eure Herzen.“ Zitat, Seite 43

Anfänglich ist es mir sehr schwer gefallen, mich in die Geschichte hineinzufinden und auch dabei zu bleiben. Eine Hexe, die eigentlich recht unbedarft und auch unwissend daherkommt, will eine ganze Stadt samt Bewohner retten? Zu Hilfe hat sie nur eine knappe Handvoll Freunde, die sich auch noch rasant schnell minimiert. Das soll klappen?  

Dann noch der Schauplatz, es ist mal wieder eine kleine Ortschaft, welche vollgestopft ist mit den verschiedensten Magiewesen, von Vampiren über Feen aller Arten bis hin zu Werpumas und Lichtgestalten ist alles dabei. Das kennen wir ja alle aus diversen Vampirbüchern bereits. Für mich war das anfänglich etwas too much und ich musste des Öfteren mal innehalten und überlegen, ob ich hier wirklich weiterlesen möchte.

Die Geschichte ist zu Beginn eher verworren und man weiß als Leser erst einmal nur, dass plötzlich einer nach dem anderen zu verschwinden scheint und dass es mit dem Wald und dessen Bewohner hinter dem Haus von Cicely´s Tante zu tun haben muss. Auch der Umstand,  dass Grieve, ein ehemals guter Feenprinz mit Vampirzähnen und gleichzeitig Gestaltwandler, es immer noch auf Cicely abgesehen hat und auch sie wiederum nicht abgeneigt ist, macht die Geschichte nicht gerade spannender.

Verbunden sind die Beiden zudem durch eines von Cicelys Tattoos, von denen sie mehrere hat und die alle etwas bedeuten und sich von Zeit zu Zeit durch Regungen bemerkbar machen. Wenn das für Euch seltsam klingt, dann denkt ihr genau dasselbe wie ich. Ich konnte mich wie gesagt anfänglich erst einmal gar nicht für die Geschichte erwärmen und habe dennoch weitergelesen.

Mit der Zeit klärt sich alles ein wenig und man wird, wenn auch oft unzureichend, doch noch über das ein oder andere so halbwegs aufgeklärt, so dass man so ungefähr nach der Hälfte relativ gut im Bilde ist und von da ab wird das Buch dann auch langsam etwas interessanter und die Geschichte kommt in die Gänge. Dennoch merkt man als Leser schnell, dass dies ein reiner Auftakt- und Spannungsschürroman sein muss, wird doch mit viel zu vielen Begebenheiten hinter dem Berg gehalten.

Ich vermute ja, Galenorn wollte sich somit alle Tore für den weiteren Verlauf der Geschichte offen halten und hat deshalb kaum etwas verraten oder auch nur einen Handlungsstrang befriedigend zu ende geführt. Apropos Ende, auch dieses kommt urplötzlich und unerwartet und lässt den Leser doch sehr unbefriedigt zurück. Zwar weiß man ja anhand des Buchendes und der letzten Seite, dass es aus ist, aber warum die Autorin gerade zu dem Zeitpunkt der Geschichte ein Ende gesetzt hat, weiß ich nicht.

Fazit: Für mich ein nicht ganz gelungener Auftakt zu einer Serie, die durchaus Potential hat, aber im zweiten Teil wahrlich mehr Erklärungen bedarf. Mal sehen, ob ich den zweiten und dritten Teil auch noch lesen werde, die hier noch auf meinem SuB liegen. Momentan ist mir eher nach etwas weniger Magischem.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren