BITTERHERZ
Ulrike Bliefert

 Thriller

ab 13 Jahre

Thienemann Verlag; Auflage: 1. (5. Januar 2011)
208 Seiten
ISBN: 3522201035

Wenn Hass blind macht

Wenn Bitterkeit sich in Hass verwandelt, gerät dein Leben in Gefahr. Genau das passiert Ninas bester Freundin Sophie, aus heiterem Himmel, völlig unvorbereitet. Ein Anruf, und nichts gilt mehr. Nina ist verzweifelt: Was hat ihr Freund Timo mit der Sache zu tun? Und ist Sophie überhaupt noch am Leben?

Nina und Sophie sind beste Freundinnen, sie leben in einem Dorf in der Eifel. Während Sophie wohlbehütet aufwächst, hat Nina bereits eine schlimme Kindheit hinter sich und wohnt nun bei dem alten Kaprolath, dem Dorf-Aussenseiter. Auch ihr Freund Timo ist nicht das, was die Dörfler gern sehen, denn er saß schon mal im Knast. Als Sophie eines Tages spurlos verschwindet, beginnt Nina an Timo zu zweifeln. Sie versucht auf eigene Faust etwas über das Verschwinden herauszufinden, was ihr nicht so recht gelingen mag. Doch als es darauf ankommt ist nur Nina es, die ihrer Freundin helfen kann. Denn was keiner wusste, Sophie wurde adoptiert und die Schatten der Vergangenheit sind es, die die Täterin zu dieser Tat trieben.   

Bitterherz ist ein spannender Jugendthriller, den man, sobald man begonnen hat zu lesen, am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Die zwei Protagonistinnen Nina und Sophie als auch die Nebenfiguren sind sehr gut beschrieben und ich konnte mich beim Lesen gut in Nina hinein versetzen. Auch die Zweifel an ihrem Freund und die Unsicherheit konnte ich gut nachvollziehen. 

Sehr gut finde ich, daß es zwischen der eigentlichen Erzählung immer wieder Einblicke in Sophies momentane Situation und Verfassung gibt. So weiß der Leser auch immer, was Sophie fühlt und neues herausfindet. 

Auch die Nebenfiguren wie Nina´s Mutter, der alte Kaprolath oder Timo wurden von der Autorin sehr gut durchdacht und beschrieben. Der Leser ist am Anfang geneigt, so einige der Nebenfiguren als Täter zu verdächtigen. Erst relativ spät klärt sich das Ganze plötzlich. Hier ging es mir dann fast etwas zu schnell und ich hätte mir ein bisschen mehr Spannung an dieser speziellen Stelle gewünscht. 

Diesen Eifel-Thriller würde ich jedem empfehlen, der es liebt auf Spannung gehalten zu werden und mitzurätseln.

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