Engelsbrut
Andrea Gunschera

SiebenG Verlag, September 2009
ISBN: 978-3-940235-89-3
Broschiert, 404 Seiten

Eine Mordserie erschüttert Los Angeles. Jede Nacht sterben zwei Obdachlose in den Straßen von Downtown. Der Mörder geht mit außergewöhnlicher Brutalität zu Werk.

Die Reporterin Eve Hess kreuzt bei ihren Ermittlungen die Fährte zweier Männer, die beide nicht menschlich zu sein scheinen. Da ist Kain, ein Killer, so schön wie skrupellos, getrieben vom brennenden Wunsch nach Rache. Und Alan, der mehr ist als der erfolgreiche Maler, der Szenen aus den Ghettos von L.A. auf seine Leinwände bannt.


Der eine hat den Auftrag, sie zu töten, den anderen liebt sie gegen jede Vernunft. Bald muss sie sich fragen, wem sie noch trauen kann. Doch ganz gleich wie die Würfel fallen, dies können sie nicht aufhalten: Die Wiedergeburt eines gefallenen Engels.

Der Auftakt zu „City of Angels“ ist Andrea Gunschera mit dem ersten Band „Engelsbrut“ mehr als nur gelungen. Eve Hardes arbeitet als freie Journalistin in L.A. Die Stadt wird durch von grausamen Mordserie heimgesucht, die Opfer sind allesamt Obdachlose. Da der ermittelnde Agent des LAPD, mit dem sie einmal zusammen war, sich mehr als zugeknöpft zeigt, ermittelt sie auf eigene Faust. Ihr Antrieb: eine gute Titelstory zu schreiben.

Eines Tages erhält sie den Auftrag für die L.A. People einen Artikel über die Vernissage von Alan Glaser einem neuen aufstrebenden Maler zu schreiben. Als sie diesen trifft ahnt sie noch nicht, welches Geheimnis ihn umgibt. Die Faszination die von Alan ausgeht zieht Eve magisch an. Noch während der Vernaissage geschieht der nächste Mord, vom Dach stürzt ein weiterer Obdachloser der wie sich herausstellt kein Blut mehr in sich hat. Doch was hat es mit alledem auf sich... Eve gräbt tiefer und begibt sich somit selbst in große Gefahr. Kain, taucht auf und er hat einen Auftrag, der lautet Eve zu töten.

Wie verstrickt die Charaktere miteinander sind und welche überraschenden Wendungen und Neuerungen sich in diesem Buch immer wieder ergeben... lest es selbst! Es lohnt sich!

Engelsbrut ist ein Roman mit starkem Urban-Fantasycharakter gepaart mit etwas paranormaler Romantic-Fantasy. Die Protagonistin Eve, sowie die beiden Protagonisten Alan und Kain sind starke und wirklich gut durchdachte Charaktere, die einem unter die Haut gehen. Beim Lesen vermochte ich mich nicht so recht zu entscheiden, wer der beiden Herren mir nun mehr zusagte. Sowohl Bösewicht Kain als auch Alan sind sehr faszinierende Figuren.

Die Autorin hat eine sehr flüssige und mitreißende Art zu schreiben. Ihre bildhaften Beschreibungen lassen beim Leser ein Bild des L.A. entstehen, welches aber nicht das glanzvolle L.A.ist, das man sonst überall zu sehen bekommt. Man merkt, die Autorin kennt sich aus, kein Wunder, so hat sie sich doch L.A. als Wahlheimat auserkoren.

In „Engelsbrut“ geht es einmal nicht um Vampire oder Engel an sich. Hier sind es die Schattenläufer, die entstehen, wenn sich gefallene Engel mit Menschen paaren. Was mich etwas störte ist die Art des Schattenläufers, erinnert sie doch stark an Vampire. Denn auch Schattenläufer trinken Blut und finden gefallen daran. Dennoch ein Buch, daß ich nur empfehlen kann, für alle Fantasybegeisterten. Der Spannungsbogen wird konstant auf einem hohen Level gehalten. Vereinzelt wird es auch sehr romantisch und erotisch.