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Die Autorin Lisa Gallauner war so nett, mir für Rezi-Online.de und meine Buchseite ein paar Fragen zu ihrer Autorentätigkeit zu beantworten. Zuerst aber stellt sie sich (eigene Kurzvita der Autorin) kurz vor:

Lisa Gallauner

© Lisa Gallauner


Schon früh hatte sie drei große Leidenschaften: Bücher, Musik und die Beschäftigung mit Kindern. Deshalb ließ sie sich auch an der PÄDAK Krems zur Diplompädagogin für Englisch, Musik und evangelische Religion ausbilden. Später sollte auch noch die Diplomausbildung für Informatik folgen. Neben der Leitung eines Musikschulorchesters, dem Halten von Kindergottesdiensten und Volkshochschulkursen für Kinder im Bereich Englisch und Musik, kam trotzdem ihre Leidenschaft für das Lesen nie zu kurz. 2008 veröffentlichte sie ihr erstes Buch. Mittlerweile schreibt die junge Autorin, neben ihrer Arbeit als Hauptschullehrerin, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher, sowie Theaterstücke, zu den verschiedensten Themen, aber auch Krimis für Erwachsene.

Lisa Gallauner wurde am 10. Juni 1978 in St. Pölten geboren, wuchs aber im Bezirk Krems an der Donau auf, wo sie auch heute noch mit ihrer Familie lebt.

Liebe Frau Gallauner,

es freut uns, dass Sie Zeit für ein Interview mit Rezi-Online.de und Solitary´s Bücherecke finden konnten. Sie schreiben hauptsächlich Bücher für Kinder und Jugendliche. Wie sind Sie Schriftstellerin geworden und was reizt Sie an diesem speziellen Genre besonders?

Ich bin durch eine komplizierte Schwangerschaft, die mich zur Ruhe gezwungen hat, zum Schreiben gekommen. Eines Nachts war plötzlich der erste Kinderkrimi in meinem Kopf, und so hat alles angefangen. Ich schreibe ja auch für Erwachsene. Beides hat seinen Reiz. Toll an Kinder- und Jugendbüchern ist der Gedanke, jungen Leuten die Freude am Lesen näherzubringen. Schließlich ist und bleibt Lesen Abenteuer im Kopf.

Als Lehrer sitzt man ja quasi an der Quelle und erlebt jeden Tag die Kinder/Jugendlichen hautnah. Inwieweit verhilft Ihnen das als Inspirationsquelle zu neuen Ideen?

Es ist nie so, dass in der Schule etwas passiert, was mir bewusst den Anlass gibt, ein neues Buch zu schreiben. Aber sicher ist es ein Vorteil, wenn man täglich mit jungen Leuten zusammen ist und weiß, wie diese „ticken“.

Neben Kinder- und Jugendbücher, schreiben Sie auch Theaterstücke für Kinder und Jugendliche. Woher kommt diese Leidenschaft fürs Kindertheater?

Ich habe selbst immer gerne Theater gespielt und finde es toll, wenn Kinder und Jugendliche eines meiner Stücke durch ihr Schauspiel zum Leben erwecken. Kreatives Schaffen und Wirken ist für junge Menschen meiner Meinung nach nämlich genauso wichtig, wie das Aneignen von kognitivem Wissen.

Was glauben Sie? Ist es wichtig, dass Kinder- und Jugendbücher eine Botschaft transportieren, aus denen die Leser etwas lernen? Und wenn ja, wie halten es Sie damit?

Natürlich ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen Werte zu vermitteln, andererseits sollte ein Buch nicht unbedingt mit dem sprichwörtlichen erhobenen Zeigefinger daherkommen. Ich hoffe, dass ich es bei meinen Büchern schaffe, die Dinge, die mir wichtig sind, so zu verpacken, dass die jungen LeserInnen zwar etwas mitnehmen, aber nicht das Gefühl haben, man will sie belehren.

Was sagen Ihre Schüler zu Ihren Büchern? Sprechen Sie mit Ihnen darüber?

Meine SchülerInnen nehmen mich natürlich in erster Linie als Lehrerin wahr. Sie wissen zwar, dass ich schreibe, lesen auch meine Bücher, aber ein großes Thema zwischen uns ist es nicht, was ich aber auch ganz gut finde. Ich versuche das bewusst zu trennen.

Wie sieht der ideale Tag von Lisa Gallauner aus? Was darf dabei nicht fehlen?

Gute Frage. Meine Familie ist natürlich das Allerwichtigste, aber auch meine Berufe und Berufungen. Unglücklich bin ich eigentlich nur, wenn mir langweilig ist. Zum Glück ist das aber selten der Fall J.

Sie sind selbst Mutter eines kleinen Jungen. Liest Ihr Sohn Ihre Kinderbücher auch? Wie wichtig sind Ihnen die Meinungen der kleinen Leser?

Mein Sohn ist eine Leseratte und kennt natürlich auch meine Bücher. Er findet sie (Zitat) „sehr unterhaltsam, witzig, spannend und super“ (Zitat Ende). Die Meinung der jungen LeserInnen ist mir sehr wichtig, immerhin sollen sie von meinen Büchern angesprochen werden.

© Lisa Gallauner


Wenn Sie beginnen ein Buch zu schreiben, haben Sie dann auch schon den Verlauf und das Ende der Geschichte im Kopf oder lassen Sie sich auch mal von Ihren Figuren leiten?

Das ist unterschiedlich. Bei meinen Erwachsenenkrimis weiß ich auf alle Fälle schon am Anfang, wer der Täter ist und warum die Person das Verbrechen begangen hat. Was dazwischen kommt, entwickelt sich – bis auf grobe Eckpunkte, die von Beginn an klar sind – meist erst beim Schreiben. Bei meinen Kinderbüchern kommt es schon vor, dass ausschließlich die Grundidee da ist und sich alles andere erst während des Schreibens ergibt.

Arbeiten Sie gerade an einem neuen Buch und falls ja, würden Sie uns etwas darüber verraten?

Momentan arbeite ich an meinem 4. Krimi für Erwachsene. Auch im Kinderbuchbereich passiert gerade etwas, da darf ich aber nichts verraten.

Abschließend möchten wir noch sehr gern wissen? Was tut Lisa Gallauner, wenn Sie mal nicht schreibt?

Wenn ich nicht arbeite oder schreibe, gehe ich gerne mit meinem Hund spazieren, streichle meinen Kater, spiele Brettspiele mit meiner Familie, koche oder backe etwas Leckeres, lege mich in die Hängematte (bevorzugt beim Camping am Wolfgangsee), schaue auch mal fern und lese natürlich. Richtig lange ausschlafen und in Ruhe frühstücken finde ich übrigens auch ganz toll.

Vielen Dank für das nette Interview, wir hoffen sehr auch weiterhin mit Ihnen Projekte starten zu dürfen und freuen uns auf neuen Lesestoff von Ihnen.

Ich danke für Ihr Interesse und freue mich natürlich ebenfalls auf weitere Projekte.

Herzliche Grüße


© Rezi-Online.de, Lisa Gallauner, Cornelia Bruno (Solitary´s Bücherecke)

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