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Samstag, 15. Januar 2014

Interview mit Francoise Hauser

Viele von Euch werden es bereits selbst erlebt haben, die Situation wenn man sich einen Job suchen muss und feststellt, es ist gar nicht so einfach den passenden Job zu finden. Es gibt eine Reihe Fettnäpfchen, die man beachten sollte, wenn man sich auf Arbeitssuche begibt. Dabei passieren einem manchmal Dinge, die man sich nicht hätte erträumen lassen. So, erging es auch Francoise Hauser. Die Autorin war selbst auf Stellensuche und musste beim Vorstellungsgespräch doch tatsächlich auf eine Frage antworten, die jetzt den Titel Ihres neuen Buches bildet: „Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?“ Na, was glaubt ihr hat sie darauf wohl geantwortet? Findet es raus, in unserem Interview.

Die Autorin:


©Francoise Hauser



Francoise Hauser arbeitet als freie Journalistin und schreibt für versch. Magazine (z.B. Spiegel Online, Business Traveler) und Reise- sowie Fachzeitschriften. Sie hat Sinologie, Geographie und Angewandte Sprachwissenschaft studiert. Ihr Faible für Asien schlägt sich auch in ihren Büchern (z.B. Alles Mythos! 20 populäre Irrtümer über China, China-Handbuch) wieder.  

Interview:

Guten Tag Francoise,

ich freue mich, mit Dir ein Interview führen zu dürfen. Erst einmal möchte ich Dir noch ein „GUTES NEUES JAHR“ wünschen. Wie war das neue Jahr bisher für Dich?

Ziemlich hektisch! Viele Aufträge und zu wenig Zeit... aber das ist für Freiberufler ja eigentlich nicht schlecht.

Du bist ja eigentlich Journalistin von Beruf. War das schon immer Dein Berufswunsch und wie bist Du dazu gekommen?

Eigentlich bin ich Sinologin, das heißt, ich habe China-Wissenschaften studiert und erst einmal in der Touristik gearbeitet. In dieser Zeit habe ich schon angefangen, über Reise-Themen zu schreiben - und Geschmack daran gefunden. Mittlerweile schreibe ich viel über Asien generell, aber auch über Berufs- und Kulturthemen.

Vor kurzem hast Du ja auf LovelyBooks eine Leserunde zu Deinem Buch „Würden Sie für mich aus dem Fenster springen?“ begleitet. Wie sind Deine Eindrücke zu dieser Leserunde?

Es war interessant zu sehen, welche Erwartungen die verschiedenen Leserinnen (ich glaube, es waren alles Frauen?) an ein lustiges Buch zum Thema Bewerbungen stellen. Erfreulicherweise scheinen sich die meisten gut amüsiert zu haben - und so war das Buch ja auch gedacht: Einfach mal ein wenig Bewerbungsfrust ablassen und lachen! Es war meine erste Leserunde, aber bestimmt nicht die letzte.

Was hat Dich dazu veranlasst ein Buch über den „Bewerbungswahnsinn“ zu schreiben? Hattest Du selbst schon solche Erlebnisse beim Bewerben?

Der Titel "Würden Sie für mich aus dem Fenster springen" stammt aus einem echten Bewerbungsgespräch. Meine Antwort "Ist die Stelle deshalb frei?" kam nicht gut an und ich war schnell wieder draußen. Als Sinologin gehöre ich nicht zu den Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt unbedingt schnell zu vermitteln sind, schon allein, weil es sich dabei nicht um eine Berufsbezeichnung handelt. Deshalb habe ich in den ersten zehn Jahren nach dem Abschluss eine MENGE Gespräche und eine gefühlte Million Bewerbungen.

So ein Buch verlangt mitunter sicherlich auch viel Recherche. Wie bist Du dabei vorgegangen?

Ehrlich gesagt waren bei diesem Buch persönliche Erlebnisse, meine und die anderer, wichtiger als die Theorie. Allerdings habe ich auch in vielen Bewerbungsratgebern geschmökert - und natürlich in den Stellenmärkten der Zeitungen und Onlineportale.

Würdest Du sagen, es ist heutzutage schwerer den richtigen oder überhaupt einen passenden Job zu finden als früher?

Ich glaube, die Vielfalt ist heute größer als früher. Das ist an sich prima, aber das macht es nicht einfacher, sich zu entscheiden. Für beide Seiten, also für Bewerber und Personalchefs. Ich glaube, das Hauptproblem ist heute für viele Bewerber eine feste Stelle ohne Zeitbegrenzung zu finden und aus der elenden Praktikanten-Schleife rauszukommen.

Wirst Du auch weiterhin Bücher schreiben und wenn ja hast Du vielleicht schon eines in Arbeit?

Na klar! Im März erscheint im Piper Verlag "In 80 Fettnäpfchen um die Welt - womit man sich im Ausland so richtig blamiert". Da geht es um interkulturelle Unterschiede. Auch dieses Buch ist eher zum Schmunzeln und recht bissig geschrieben.

Was wünscht Du Dir für die Zukunft?

Gesundheit für meine Familie und mich, logisch, das wünschen sich ja alle. Aber auch einen richtig tollen Erfolg auf dem Buchmarkt - so einen schönen dicken Stapel mitten in der Buchhandlung und viele, viele Leser... das wäre wunderbar.

Vielen Dank für das nette Interview und ich wünsche Dir für die Zukunft gutes Gelingen für all Deine Vorhaben.

© Autorin Francoise Hauser, Cornelia Bruno v. Solitary´s Buecherecke



Kommentare  

 
0 #1 Beatrix Petrikowski 2015-03-08 11:09
Über dieses buch habe ich zugegebenermaße n viel lachen müssen und es hat mich gut unterhalten. doch habe ich bedenken, ob es bei denen ankommt, die zu den loosern gehören und auf dem abstellgleis gelandet sind.
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