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3. April 2013

Leserunde "DRACHENSEELE"

Antworten zu den Fragen aus Leserunden-Abschnitt 4 & 5 

 

Hallo Ihr Lieben,

ich weiß, ich bin ziemlich hinten drann mit Euren Antworten zu Abschnitt 4 & 5, deswegen fasse ich die Antworten zu beiden Abschnitten heute gleich in einem Beitrag zusammen.

Abschnitt 4 bezog sich auf die Buchseiten: Leid Seite 122 bis einschl. Seite 168

Und die Fragen hierzu lauten:

Nachdem Marcus wieder in seiner menschlichen Gestalt war hat er Nicole ja ziemlich abblitzen lassen – ist das aus eurer Sicht nachvollziehbar oder hättet ihr euch eine andere Entwicklung der Geschichte gewünscht?

Bibilotta meint: Also ich hätte mir schon eine andere Entwicklung in Verbindung mit Nicole gewünscht, aber ich kann es aus sicht von Marcus auch wieder verstehen ... was hat er groß für eine Chance, da was auf die Beine zustellen, Beziehungstechnisch, wenn sein Leben sich soooo nun verändert hat und er sich mit dem Drachendasein auseinandersetzen muss. Da bleibt ja auch irgendwie (aus logischer Sicht) nicht wirklich Platz für Nicole ... so schön ich es auch gefunden hätte. Aber wer weiß, was jetzt aufs Ende hin noch so passiert und kommt Zwinkernd.



Creativity First sagt: Einerseits kann ich die Distanz, auf die Marcus nun geht, nachvollziehen, immerhin birgt sein Geheimnis Gefahren, die er selbst noch nicht abschätzen kann. Dass er Nicole davor schützen möchte ist plausibel. Auch ist er sich selbst noch völlig unsicher, wie er mit seinem "neuen Ich" umgehen soll, erscheint es doch vollkommen abstrakt und unreal. Doch anderseits hat Nicole ihm bisher loyal zur Seite gestanden und seine Eigenheiten akzeptiert ohne zu zögern, sodass ein Quäntchen mehr Vertrauen und Offenbarung ebenfalls nicht verkehrt gewesen wären.

tweedledee findet: Eine unglückliche Situation. Sicher nicht toll und wie ein Schlag ins Gesicht für Nicole, da sie ja nicht weiß weswegen Marcus unbedingt weg muss. Aber Zeit für lange Erklärungen war nun mal nicht. Wie Marcus agiert hat war für mich nachvollziehbar, da er keine Alternative hatte.

Auch Monja hätte es sich etwas anders gewünscht: Irgendwie hat man sich beim Lesen schon gewünscht, das er sich kurz Zeit nimmt, wenigstens das Wichtigste zu erklären, aber eigentlich war seine Reaktion nachvollziehbar. Immerhin schwer verletzt und immer im Hinterkopf, das er ja das Halsband trägt.

Aleena ist auch der Meinung: Eigentlich nachvollziehbar, er steht ja ganz schön unter Stress und sein Leben verläuft ganz anders als gedacht und Nicole passt im Moment nicht so in sein Leben. Klar ich hätte mir auch etwas anderes gewünscht aber so ist es halt besser für beide.


Die zweite Frage lautete:


Nathus entpuppte sich ja später ebenfalls als Wasserdrache – habt ihr das geahnt? Wisst ihr warum er zu Marcus so streng ist?

tweedledee sagt: Nein, das habe ich ehrlich gesagt nicht geahnt. Die Situation im Kerker ist für Marcus einfach nur schrecklich, gefangen zu sein mit einem Metallhalsband.
Warum er so streng zu Marcus ist? Darüber hab ich lange nachgedacht, bin aber zu keinem Ergebnis gekommen. Er scheint ja nichts gegen Marcus zu haben, vielleicht ist er einfach nur ein besonders streng weil Stones ihm das so vorgibt? Ich meine, die beiden verbindet ja nichts, es kann also nichts persönliches sein.

Creativity First hatte wohl schon eine Ahnung, denn sie sagt: Dass er nicht ohne Grund derartige Strenge walten lässt, ließ sich erahnen. Jetzt, da wir seinen Hintergrund kennen, erklärt es sich von selbst. Schließlich möchte er für einen Nachkommen seiner Art die beste Ausbildung gewähren, sodass die Wasserdrachen, die bereits Jahrhunderte überdauert haben, auch in der heutigen Zeit unentdeckt und halbwegs unbeschwert leben können.

Auch Monja meint: Das er als Lehrer der Drachen, selber ein Drache sein muss, habe ich geahnt, auch das er irgendwie zu Marcus gehört. Vielleicht verwandtschaftliche Beziehungen. Die Eltern leben ja nicht mehr, oder?

Jacky sagt: Ich hatte vermutet das er ein Drache ist aber warum er so streng ist weis ich nicht. Vielleicht ist er ein Perfektionist oder hat schon mal einen anderen Drachen verloren weil er vorab nicht genug war.

Aleena sagt dazu: Nachdem ich ja schon weiter gelesen hatte, weiß ich ja inzwischen das es sein Vater ist und der will halt das Beste für Marcus, gewusst das er ein Drache ist  hab ich nicht, war schon etwas erstaunt, aber warum eigentlich nicht, immerhin müsste es ja mehr Drachen geben.

Bibilotta hingegen meint: Nein, das hatte ich nicht geahnt ... vielleicht ist es mir beim Lesen aber auch einfach entgangen, dass dem so hat kommen müssen ;)  
Warum er letztendlich zu Marcus so streng ist ? Gute Frage ... ich könnt es mir nur so erklären, dass er Marcus auf eine Art und Weise sehr gerne hat (und vielleicht irgendeine Bindung bei den beiden besteht) und er durch die STrenge nur sicher gehen will, dass Marcus richtig lernt und auch später dann dementsprechend mit allem umgehen kann. Immerhin gilt es ja, das Geheimnis der Drachen weiterhin zu wahren ....

Die dritte und letzte Frage zu Abschnitt 4 lautete:

Marcus‘ hat Nicole nicht angesprochen – was hättet ihr an seiner Stelle gemacht?

Jacky ist unschlüssig: Ich weis es nicht. Marcus will ja kein Ärger und ganz bestimmt nicht wieder eingesperrt werden. Aber anders herum es ist Nicole.

Monja meint: Hm, ich hätte sie wahrscheinlich angesprochen und wäre prompt in die Falle getappt. Ich bewundere Marcus für sein Durchhaltevermögen!

Aleena meint: Na ja immerhin ist eine Menge Zeit vergangen, da braucht es Mut den Kontakt wieder herzustellen. Ich hätte mich wahrscheinlich auch nicht getraut, denn es scheint ihr ja gut zu gehen.

Auch Creativity First ist sich nicht sicher: Dies war gewiss keine einfache Entscheidung für ihn und sein inneres Ringen war deutlich spürbar. In einer solchen Situation richtig abzuwägen, ist mit Sicherheit schwierig. Vielleicht hätte Marcus der Stimme seines Herzens folgen sollen, doch andererseits hat er gelernt, dass es für einen Wasserdrachen oftmals ungefährlicher ist, vernünftig zu sein. Deshalb kann ich sowohl seine Entscheidung nachvollziehen, hätte es allerdings ebenfalls verstanden, wenn er sie angesprochen hätte. Was ich getan hätte? Ich bin mir unschlüssig.

Bibilotta sagt dazu: Ich hätte an seiner Stelle auf meine Gefühle gehorcht und sie angesprochen. Bin da ja eh so ein emotionaler Typ ... der gerne mal eher nach Gefühl statt nach Kopf entscheidet ;) Auch wenn es oftmals nicht der richtige Weg ist ... Von daher hätte ich das auch an Marcus Stelle getan ... auch wenn schon 3 Jahre dazwischen lagen .... es gibt doch noch ein paar ungeklärte Dinge zwischen  den beiden, die hoffentlich auch noch geklärt werden ...

tweedledee meint: Ich kann Marcus verstehen. Es sind 3 Jahre vergangen, er weiß ja nicht ob Nicole ihn inzwischen längst vergessen hat und es zu einer peinlichen Situation kommen könnte, wenn er sie einfach anspricht.  Außerdem weiß Marcus nicht, ob es nicht ein Test ist. An Marcus Stelle hätte ich auch erst mal abgewartet.


Sehr interessante und unterschiedliche Antworten zu den Fragen, die doch darauf schließen lassen, dass die Leser mit Marcus mitfiebern und mitleiden etc.



Auch zu Abschnitt 5 gab es drei Fragen, die beantwortet werden sollten. Der Abschnitt ging von Kapitel: „Treffen“ Seite 169 bis Ende.

Die erste Frage hierzu war:

Was hat Euch am letzten Abschnitt am Meisten überrascht, oder gab es keine Überraschungen?

Bibilotta fand schon, dass es Überraschungen gab: Och ich fand da gabs so einige Überraschungen, womit ich nicht so gerechnet hätte. Dass Natus der Vater von Navalar war, das hat mich schon überrascht (warum ich da nicht beim Lesen schon draufgekommen bin ... aber gut, manchmal ist das einfache doch so nah ;)
Ich war auf jeden Fall sehr überrascht, aber noch mehr überraschte mich, dass Nicole die Enkelin von .... ist. Dass sie also doch einen Bezug auch zu den Drachen hat ... ganz entfernt *lach*...somit ist dem happy End ja nichts mehr entgegenzubringen ... ich bin begeistert über solch ein einerseits trauriges aber doch auch glückliches Ende für Marcus und Nicole ..... einfach nur klasse das Buch.
Die Geschichte echt herrlich abstrakt und spannend....

Auch tweedledee ist der Meinung: Doch, die größte Überraschung war, dass Richard Nicoles Großvater war, das erklärt so einiges, auch die Sympathie die Marcus immer für Richard empfand. Ich fand das Ende wirklich sehr schön und passend, ein wunderbarer Abschluss für das Buch.

Jacky sagt: Was mich überrascht hat war, dass Richard Nicoles Opa war. Aber das erklärt auch zum Teil warum sie kein Probleme mit Drachen hat auch wenn sie es vorab nicht wusste.

Auch für Aleena war etwas Überraschendes dabei: Das sein Vater und Richard gestorben sind, das war ganz schön viel Aufregung, auch fand ich das die Geschwisterzusammenführung mies abgelaufen ist. Ich habe da auch gedacht das sie sich freuen das sie nun wieder zusammen sind, aber nix da, die mochten sich alle irgendwie nicht, was ich persönlich schade fand. So unbefriedigt das Ganze.

Monja hingegen meint: Wirklich überraschen fand ich eigentlich nix mehr. Als erwähnt wird, das Richard einen Sohn hatte, der wiederum eine Tochter hat, war irgendwie klar, das das auch Nicole sein könnte. Schließlich hat sie den verwundeten Marcus in Drachengestalt instinktiv richtig behandelt ohne große Angst zu zeigen.

Creativity First fand etwas ganz anders besonders überraschend: Mich hat am meisten Nicoles familiärer Hintergrund und ihre daraus resultierende Verbindung zu Drachen im Allgemeinen und Marcus im Besonderen überrascht. Ihr Weg war dementsprechend von Beginn an vorgezeichnet, ohne dass Marcus bzw. auch die Leser etwas geahnt hätten. Diese Entwicklung fand ich persönlich recht gelungen.


Die zweite Frage bezog sich auf das gesamte Buch:

Was könnte man an diesem Buch verbessern / ausarbeiten? Gibt es Stellen, die Euch nicht oder weniger gefallen haben?

Creativity First findet die Frage nicht gerade leicht: Das ist eine schwierige Frage. Mir hat das Buch als Gesamtpaket gut gefallen, wobei die kleinen Aha-Momente das sprichwörtliche Salz in der Suppe waren.
Vielleicht könnte der Zeitraum Marcus' Ausbildung, der in der Geschichte zum größten Teil übersprungen worden ist, durch ein, zwei Kapitel näher beschrieben werden. Dadurch würde der Einblick des Lesers in die Gefühlswelt und die Wandlung der Hauptfigur verstärkt werden. Außerdem könnte die noch unstetige Beziehung zwischen Marcus und Nathus noch präzisiert werden.

Monja sagt dazu: Also das die Geschwister von Marcus so kalt und unzugänglich sind ist sehr schade. So ein bisschen Familie tut doch jedem gut. Auch die Ausbildung der Drachen hätte detaillierter sein können. Das fand so nebenbei und am Rande statt. Dem Buch würde auch ein wenig mehr Tiefe nicht schaden. Einiges liest sich etwas oberflächlich, fast wie ein Aufsatz.

Aleena hätte sich weniger Dracheninfos gewünscht: Na ja es wurde mir zuviel über Drachen erzählt, irgendwie war es keine richtige Geschichte. Irgendwas hat mir gefehlt. Ansonsten fand ich den Schreibstil sehr ansprechend, auch hätte ich mir mehr eine Liebesbeziehung zwischen Marcus und Nicole vorstellen können.

Jacky ist da ganz gegenteiliger Meinung: Ich würde so weit nichts ändern, vielleicht noch etwas mehr von der Geschichte der Drachen hin zufügen.

Auch tweedledee meint: Ich fand das Buch faszinierend, es hat mir wirklich sehr gut gefallen. Ändern würde ich daran nichts. Was mich ganz zu Anfangs etwas gestört hat, das hatte ich gleich in der ersten Lesewoche geschrieben, war, dass Marcus so gefügig mit ins Krankenhaus zurück ist. Ohne zu fragen welche gefährliche Infektion er hat, welcher Erreger es sind. An der Stelle hätte er meiner Ansicht nach etwas mehr "rebellieren" können.

Bibilotta sagt: Ich finde die Stelle, als Nicole zur Sterbestelle von Natus gerufen wurde, da hätte man ruhig vielleicht doch die Nicole was früher auftauchen lassen können, mit einem Versuch, den Vater zu retten um vielleicht schon anzudeuten, dass Nicole doch auch einen Grund hat, warum sie so offen an die Drachengeschichte rangeht und mit soviel Schweigen und Vertrauen gegenüber Marcus. (auch wenn Nicole selber davon nichts wusste).
 
Auch hätte ich vielleicht einfach noch ein bisschen mehr Wissen zur Drachenwelt erhalten, warum Stones zum Beispiel so verbissen teilweise gegenüber Marcus ist , oder warum die anderen zwei Drachen in Gefangenschaft waren (was sie verbrochen hatten). Ein bisschen mehr Details im Bezug auf der Beziehung zwischen Marcus (bzw. Navalar ) und Natus .... was er ihm alles beigebracht und erklärt hat ... da hätte ich mir ein bisschen mehr Fantasygeschichte gewünscht ... auch wenn ich weiß, dass Angela ungerne so extrem ausschweift ;) sondern lieber direkt zur Sache kommt.... aber das wäre noch toll gewesen.


Die letzte Frage zu Abschnitt 5 bezog sich weniger auf die Geschichte:

Am Anfang steht eine kleine Widmung für meine Freundin, am Ende eine Danksagung an meine Familie. Wie seht ihr als Leser solche Zeilen? Nervt Euch das oder gewährt es Euch einen Einblick in die Seele des Schriftstellers?

Bibilotta sagt dazu: Ich finde so was immer schön, jeder Autor hat ja letztendlich doch jemanden, dem er das ganze Widmet und will sich auch bedanken, bei Personen, die gewisse Dinge zu beigetragen haben. Und das find ich toll und gehört auch einfach dazu . Zeigt uns Lesern ja letztendlich auch nur, dass der Autor nicht alles gaaaaanz alleine auf die Beine stellt sondern auch so seine Helferleins hat und /oder auf diesem Wege einfach jemand Besonderes damit ein Danke aussprechen will oder so ... ich find es toll und ja, ... der Autor lässt so ein klein bisschen in seine Seele blicken ;)

Auch tweedledee findet Widmungen gut: Widmungen und Danksagungen stören mich gar nicht. Im Gegenteil, die Danksagung am Schluss lese ich eigentlich immer. Ich finde es interessant bei wem sich ein Autor so bedankt, das gibt tatsächlich so einen kleinen Einblick.  Es sei denn ein Buch hat mir gar nicht gefallen, dann lese ich auch die Danksagung nicht.

Jacky teilt die Meinung ebenfalls: Wegen den Danksagungen und Widmungen muss ich sagen ich finde es toll wenn Autoren/innen auf diese Art bedanken. Mich stören sie überhaupt nicht und mir würde in Büchern auch etwas fehlen wenn sie weg wären, ich lese sie jedes Mal.

Auch Aleena sagt: Ich finde das immer schön, etwas aus dem Leben des Schriftstellers zu lesen und bei einer Filmpreisverleihung bedanken sich die Schauspieler auch immer vor dem Puplikum, warum also nicht auch in einem Buch? Ich finde das gut so und ich lese das auch immer sehr gern. Ich mag auch Autorenpassbilder sehr, schön zu sehen wer das Buch geschrieben hat.

Monja meint: Ich mag solche Widmungen und Danksagungen. Ich les die auch immer - lach. Ich finde, da sieht man ein wenig den Menschen hinter dem Buch und das ist schön.

Creativity First sagt: Ich mag diese Widmungen! Ich finde, der Schriftsteller hat das gute Recht, seine Arbeit den Menschen zu widmen, die ihm schon lange Zeit als Begleitung, Unterstützung und Weggefährte zur Seite gestanden, motiviert oder auch den Kopf gewaschen haben. Für die Genannten ist es mit Sicherheit eine Ehre und für mich als Leser eine gern zur Kenntnis genommene Geste, die keinesfalls stört.


Ich fand es wirklich spannend, zu lesen, was die Teilnehmer so über den Inhalt des Buches denken. So war ich auch nicht überrascht, dass Angela Planert derselben Meinung war und nochmals extra abschließende Fragen gestellt hat. Auf diese werde ich aber in einem extra Beitrag eingehen.

Eure Soli

Kommentare  

 
0 #1 Angela 2013-04-03 12:19
Diese Einblicke sind für mich immer sehr spannend!

Danke Euch! ;-)
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